Sechs LandFrauen aus Meckesheim, zwei Teilnehmerinnen des Ortsvereins Gauangelloch und insgesamt 45 LandFrauen des Kreisverbandes Heidelberg-Sinsheim folgten der Einladung zum Deutschen LandFrauentag nach Essen. Vier abwechslungsreiche Tage mit vielen interessanten Eindrücken und schönen Begegnungen erwarteten uns.

Auf der Hinreise stärkten wir uns bei einem gemeinsamen Mittagessen im Schatten in Bergheim in Milians Hofcafé.

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Erste Station war Rommerskirchen im Rheinland. Bei einer Rundfahrt durch das Braunkohlerevier erhielten die Teilnehmerinnen interessante Einblicke in den Strukturwandel der Region durch den bekannten Agrarblogger „Bauer Willi“, ein echter rheinischer Landwirt. Er zeigte uns das rheinische Braunkohlerevier und den aktiven Tagebau Hambach. Dabei erhielten wir spannende Einblicke in den Tagebau, konnten die renaturierten Flächen erleben und besuchten die historische Stadt Kaster.

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Unser nächster Stopp war Düsseldorf, wo wir bei einem Rundgang mit zwei Stadtführern den besonderen rheinischen Charme kennen lernten und die Sehenswürdigkeiten der Landeshauptstadt erkundeten. Wir erfuhren, dass der Name der Stadt auf das kleine Fischerdorf an der Dussel zurückgeht. Den Abend ließen wir gemütlich im Hotel ausklingen und nutzten die Gelegenheit, LandFrauen aus Schleswig-Holstein kennenzulernen.

Am zweiten Tag stand die „Tour de Ruhr“ mit Gästeführerin Mabel auf dem Programm. Bei angenehmen Temperaturen besuchten wir die Zeche Zollverein und erfuhren viel Wissenswertes über die Arbeit im Bergbau sowie über die dort hergestellte Kohle, den sogenannten Koks, der für die Stahlherstellung benötigt wird. Nach der Stilllegung wurde die Zeche zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Anschließend zeigte uns Mabel ihr geliebtes Essen und vermittelte uns mit viel Herzlichkeit eindrucksvolle Bauwerke und Sehenswürdigkeiten, darunter die Goldene Madonna, eine Marienfigur des Essener Domschatzes, auch „Mutter des guten Rates“ genannt sowie den Hohen Dom, das Rathaus und die Alte Synagoge.

Bei strahlendem Sonnenschein genossen wir danach eine Schiffsfahrt auf dem Baldeneysee mit Kaffee und Kuchen. Das Schiff war offenbar fest in LandFrauenhand, denn auch vor und nach uns waren weitere LandFrauen-Gruppen an Bord. Im Anschluss schlenderten wir durch die Margarethenhöhe, eine Arbeitersiedlung die von Margarethe Krupp erbaut wurde, und erfuhren, dass die Siedlung heute einer Stiftung gehört. Am Abend waren im Hotel schließlich gleich drei Busse mit LandFrauen untergebracht – entsprechend lebhaft war die Stimmung.

Teilnehmerinnen Gauangelloch

Teilnehmerinnen aus Gauangelloch

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Alle Teilnehmerinnen des Kreisverband Heidelberg-Sinsheim

Der Höhepunkt der Reise war der dritte Tag mit dem Deutsche LandFrauentag in der Grugahalle in Essen, bei dem wir von der Präsidentin herzlich begrüßt wurden. In den Redebeiträgen wurde eindrucksvoll deutlich, wie viel die LandFrauen leisten, bewegen und durch ihren Zusammenhalt bewirken. Für besondere Begeisterung sorgte das Rudelsingen mit rund 5.000 Frauen und wenigen Männern, bei dem die Stimmung ihren Höhepunkt erreichte. In der benachbarten Halle präsentierten zahlreiche Aussteller Informationen und Angebote rund um das LandFrauenleben. Für einen Besuch im Grugapark blieb leider nur wenig Zeit. Im zweiten Teil der Veranstaltung wurden außerdem die Auszeichnungen für die LandFrau des Jahres und die Goldene Biene verliehen. In würdigem Rahmen gedachten wir auch Rita Süssmuth und ihrem langjährigen Einsatz sowie ihrer Wertschätzung für die LandFrauen.

Am vierten Tag machten wir auf der Heimreise Halt in Koblenz und besichtigten die Festung Ehrenbreitstein. Dort erlebten wir eine lebendige Führung durch einen englischen Ingenieur, der 1836 im Auftrag des Königs unterwegs war und von den Preußen geduldet wurde. Besonders beeindruckend war die Gondelfahrt über den Rhein ins Tal mit Blick auf das Deutsche Eck. Einen schönen und würdigen Abschluss unserer Reise bildete der Besuch im Weingut Schröder in Heddesheim mit Betriebsführung, Weinprobe und einem leckeren Essen.

Es war wieder ein rundum gelungenes Erlebnis mit vielen guten Gesprächen, neuen Kontakten und eindrucksvollen Erlebnissen, die uns noch lange in Erinnerung bleiben werden.

Ein herzliches Dankeschön gilt Margret Uhler für die hervorragende Organisation und den reibungslosen Ablauf dieser gelungenen Reise. Ebenso danken wir dem ReiseService Vogt und ganz besonders unserem Busfahrer von der Firma Mayer für die sichere und angenehme Fahrt.