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Ausflug der Kreislandfrauen Heidelberg - Sinsheim vom Mittwoch, den 20. April bis zum Sonntag, den 24. April 2016 nach Slowenien.
 
Margret Uhler hat den Reisebericht als PDF-Dokument mit vielen weiteren Bildern von Christiane Brenner und dem Gruppenbild von Inge Rehberger sehr schön gestaltet.
 
Ausflug_2016_Slowakei
 
Hier ist der Textauszug des Reiseberichts:
 
Mittwoch, 20. April 
 
Endlich war es soweit: Wir gingen auf große Fahrt nach Slowenien. 
 

Wir mussten früh starten, denn die Reise war lang. Um 5 Uhr holte Wolfgang die Heidelbergerinnen ab, Walter holte die Meckesheimerinnen, und in Sinsheim kamen alle zusammen. Insgesamt waren wir 28 Frauen. Beim Anblick von so vielen attraktiven Landfrauen platze Walter die Hose. Wolfgang fuhr bis kurz vor Nürnberg, dann wechselte Walter den Platz mit ihm. Weiter ging die Fahrt über München Richtung Salzburg. 

 
Circa um 11 Uhr machten wir unsere Frühstückspause. Bei lauen Temperaturen ließen wir uns Leckereien aus dem Kraichgau in der wärmenden Frühjahrssonne schmecken. Wir genossen jede Minute. Um 12 Uhr hatten wir noch 444 km vor uns. Über die Tauernautobahn ging es weiter Richtung Süden. Am Nachmittag machten wir eine Kaffeepause mit selbstgebackenem Kuchen von den Heidelberger Landfrauen. Für die, die gerne herzhaft essen, gab es Reste vom Frühstück. Außerdem hatte Elisabeth für Bananen, Äpfel und Trauben gesorgt. Die letzten 130 km waren auch bald geschafft. Gegen 18:30 trafen wir im 5* Hotel St. Bernardin in Portoroz ein.
 
Nach der Zimmerverteilung trafen wir uns ziemlich schnell zum Begrüßungscocktail wieder. Danach ließen wir uns ein leckeres Essen vom Buffet schmecken. Einige trafen Bekannte aus ihrem Heimatort. Nach einem kurzen Strandspaziergang tranken wir noch einen Cocktail an der Bar und ließen den Abend ausklingen und informierten alle anderen darüber, dass die Schifffahrt morgen nicht wie geplant um 13 Uhr, sondern schon um 10 Uhr stattfindet. In einem Doppelzimmer ist die Klinke der Badezimmertür rausgefallen, so dass kein Eintritt ins Bad möglich war. Die Frauen zogen sich wieder an und informierten die Rezeption. Zwei Männer bemühten sich um Abhilfe und somit war alles wieder in Butter. 
 
Donnerstag, 21. April 
 
Nach einem erholsamen Schlaf konnten wir den Blick aufs Meer genießen. Die Sonne lachte vom Himmel und es hatte schon 10 Grad. Nach dem ausgiebigen Frühstück versammelten wir uns bei der Rezeption, um gemeinsam mit der Reiseleiterin – Tatjana – das Schiff aufzusuchen. Sie erzählte uns, dass man von hier nach Italien und Kroatien schauen kann. 
 
Zur Begrüßung auf dem Schiff tranken wir erstmal einen Grappa. Der wärmte. In Izula legten wir einen Zwischenstopp ein. Tatjana zeigte uns das Städtchen und die Sehenswürdigkeiten. In der Kirche wurde ein Lied angestimmt. In der wärmenden Sonne genossen wir einen Cappuccino und ließen den Herrgott einen guten Mann sein. Danach fuhren wir mit dem Schiff zurück nach Piran. Dort hatten wir den Nachmittag zur freien Verfügung. Die ersten Souvenirs wurden gekauft, andere ließen sich ein leckeres Mittagessen schmecken oder genossen einen Eisbecher auf dem Rathausplatz. Die Sonne strahlte mit uns um die Wette. 
 
Einige erklommen den Berg und stiegen zur Burg hinauf oder besichtigten die Kirche. Manche holten sich einen Sonnenbrand. Piran ist ein sehr schnuckeliges, schönes Städtchen mit kleinen Geschäften und engen Gassen. 
 
Nach dem Abendessen trafen wir uns zum musikalischen Abend im Barbereich. Ein Alleinunterhalter sorgte für Stimmung. Wir haben getanzt und leckere Cocktails getrunken, doch dann fielen wir müde ins Bett. 
 
Freitag, 22. April 
 
Nach dem Frühstück brachen wir auf zu unserer Istrienrundfahrt. Von Portoroz aus fuhren wir an den alten Salinen vorbei über die Grenze nach Kroatien. Wir fuhren an der Küste entlang nach Novigrad und nach Porec. Dort schauten wir uns die Altstadt an und machten eine kurze Kaffeepause. Unsere Reiseleiterin erzählte uns viel über Muschel- und Austernzucht. An einem Haltepunkt konnten wir in eine Fjordlandschaft runterblicken. Bei mehr als 20°C und herrlichem Sonnenschein ließen wir die Landschaft auf uns wirken. Es gibt hier Weinanbau, riesige Olivenhaine und Edelkastanienfelder. Die Landschaft ist bergig und sehr grün. Der höchste Berg ist 1400 Meter hoch. Zum Mittagessen fuhren wir in Pazin einen Bauernhof im Grünen an. Wir wurden in Trachten mit Musik und Grappa empfangen. Sofort wurden wir abgelichtet. Es gab ein einfaches, gutes Essen. 
 
Nach dem Nachtisch haben wir noch die Produkte des Hofes eingekauft, dann ging die Fahrt weiter ins Trüffeltal. Schwarzer Trüffel wird von Hunden aufgespürt und wächst ab jetzt bis September. In Motovun [Motowon] machten wir einen Zwischenstopp um ein Gruppenbild vor einer herrlichen Kulisse zu machen. Danach ging die Reise weiter nach Grosnjan um Trüffelprodukte zu verkosten und einzukaufen, Cappuccino zu genießen, Souvenirs einzukaufen oder das Dörfchen zu erkunden. 
 
Danach ging es zurück nach Slowenien in unser schönes Hotel am Meer. Nach dem Abendessen ließen wir den Tag auf der Terrasse ausklingen oder waren beim bunten Abend der Zellberg Buam. 
 
Samstag, 23. April 
 
Heute regnete es. Es hatte nur 12°C. Nach dem Frühstück brachen wir auf nach Italien. Über Triest ging die Fahrt nach Lipizza. Unterwegs hielt uns die Polizei an, weil wir etwas zu schnell waren. Tatjana tischte den Polizisten eine schöne Geschichte auf, so dass sie uns ohne Bußgeld weiterfahren ließen. In Lipizza haben wir das Training der Pferde beobachtet und danach die Stallungen besichtigt. Lipizzaner kommen schwarz auf die Welt und die meisten werden in den ersten Jahren weiß. Es gibt dort 350 Pferde, 3 davon sind braun oder schwarz. 
 
Dann ging die Fahrt zurück nach Slowenien, nach Postojna, dem Zentrum der Holzindustrie. In Postojna besichtigten wir die größte Tropfsteinhöhle Sloweniens. Zurzeit gibt es 11.000 Höhlen in Slowenien, es kommen aber immer neue dazu. Die Höhle von Postojna ist wirklich sehenswert. Wir fuhren mit einer Bahn zwei Kilometer in die Höhle hinein, dann ging es circa 1,5 km zu Fuß rauf und runter durch die Höhle. Es war sehr interessant, was die Natur hier geschaffen hat. Stalagtiten, Stalagmiten, Stalagmaten, Spaghettizimmer, weißes Zimmer, rotes Zimmer und einen großen Konzertsaal. Dann ging es mit der Bahn wieder hinaus. Nach einer kurzen Mittagspause ging die Fahrt nach Kober. In Kober wurden die restlichen Souvenirs eingekauft, manche kleideten sich neu ein. Als wir zurückkamen zum Hotel wurde es heller, die Sonne kam heraus. So konnten wir nochmals die wärmenden Strahlen auf dem Balkon genießen. 
 
Wer Lust hatte ging ins Schwimmbad, andere brachen nochmals auf, um ins Städtchen zu gehen oder gönnten sich einen Eisbecher. 
 
Sonntag, 24. April 
 
Nach einem guten Frühstück wurden die Koffer verladen und mit einer klitzekleinen Verspätung machten wir uns auf den Heimweg. Wir ließen die schöne Landschaft von Slowenien nochmals auf uns wirken. Das Wetter hatte sich gebessert, die Regenwolken hatten sich verzogen. Auf den ganz hohen Bergen lag Neuschnee. Kurz vor der Grenze machten wir ein kurzes Päuschen. Nachdem alle mit Obst versorgt waren, reisten wir nach Österreich ein. Auf der Fahrt durch Österreich gab es ein richtiges Schneegestöber und nur noch 4°C. In einer sehr schönen Raststätte legten wir die Mittagspause ein. Es gab, was das Herz begehrt, für jeden Geschmack war etwas dabei. 
 
Dann hörte es auf zu schneien. Die Fahrt durch die Berge war wunderschön. Kurz vor München setzte dann ein Schneesturm ein. Es schneite wie verrückt, die Wiesen wurden weiß. Richtiges Aprilwetter. Nachdem wir München hinter uns ließen, machten wir eine schöne Kaffeepause. Das Wetter hielt, aber es war sehr kalt. So kam es, dass nach 30 Minuten alle wieder im warmen Bus saßen. Weiter ging die Reise Richtung Nürnberg/Heilbronn. Walter rechnete hin und her, ob ihm seine Fahrtzeit reicht. Also machten wir noch eine Viertelstunde Pause, dann ging es in einem Rutsch durch bis zum Freibad in Sinsheim. Insgesamt waren es 2170 Kilometer. 
 
Es war eine sehr schöne Reise, wir haben viel gesehen, wir hatten fast nur gutes Wetter, eine wunderschöne Küste vor dem Balkon, ein schönes Hotel und gutes Essen. Und obwohl wir ein bisschen skeptisch waren, weil wir so eine kleine Gruppe waren, haben wir eine gute Gemeinschaft gefunden und uns gut verstanden. 
 
Ich bedanke mich bei allen, die zum Gelingen der Reise beigetragen haben, besonders bei Walter, der uns in gewohnter Weise gut gefahren hat, bei der Firma Angelbachtal Reisen, für den Sekt und Kaffee und dafür, dass sie die Reise durchgeführt haben, obwohl wir so eine kleine Gruppe waren. Nochmals einen herzlichen Dank an Ute für das leckere Frühstück am ersten Tag, an die Kuchenbäckerinnen, an Trudel für den Morgengruß und mein besonderer Dank geht an Euch alle, denn ohne Euch hätte die Reise gar nicht stattfinden können. 
 
Margret Uhler
Bilder von Christiane Brenner, Gruppenfoto von Inge Rehberger